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Neal Shusterman - Vollendet

Dystopie für Jugendliche

Neal Shusterman - Vollendet

„Der zweite Bürgerkrieg, auch bekannt als Heartland-Krieg, war ein langer blutiger Konflikt um eine einzige Streitfrage. Um den Krieg zu beenden, wurden mehrere Zusätze zur Verfassung verabschiedet: „Die Charta des Lebens“. Beide Streitmächte, die Abtreibungsgegner und die Abtreibungsbefürworter, erklärten sich mit der Charta einverstanden“

Nach der Charta ist das menschliche Leben unantastbar, außer in der Zeit zwischen dem 13. – und 18. Lebensjahres. In dieser Zeit können die Eltern „rückwirkend“ abtreiben, wenn der gesamte Jugendliche als Organspende verwandt wird und so „weiterlebt.“

Im ersten Band lernen wir die drei Figuren Connor, Riza und Lev und damit auch drei Gründe für die rückwirkende Abreibung kennen: Connor ist aufsässig; Riza lebt in einem überfüllten städtischen Waisenhaus und ist einfach zu viel und Lev ist ein sogenanntes „Zehntopfer“; eines von zehn Kindern einer Familie wird dann aus religiösen Gründen geopfert. Im Zweiten Band kommen noch Starkey, ein Storchenkind, Miracolina und Cam, beides Zehntopfer, hinzu. War es im ersten Teil noch ein Unfall, welches die Protagonisten zusammen brachte, ist es zu Beginn ein Überfall auf den Transport zum Erntecamp, der den drei neuen Charakteren die Freiheit bringt.



David Klass - Wenn er kommt, dann laufen wir

Auf Troy und Glauben

David Klass - Wenn er kommt, dann laufen wir

Gibt es in Ihrem Leben auch eine Person, die Sie am liebsten gar nicht kennen (gelernt haben) möchten und dessen Existenz Sie allen anderen gegenüber verschweigen? Im Leben des 17-jährigen Jeff existiert eine solche Persona non grata – sein Bruder Troy, der vor einigen Jahren einen Mitschüler ermordete und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Nach dem Mord hat die Familie den Kontakt zu Troy abgebrochen; in der Familie ist es ein Tabu, über Troy zu reden. Warum auch – man wird sich mit dem Thema beschäftigen, wenn Troy entlassen wird – wenn er denn irgendwann entlassen wird. Wie eine Bombe schlägt da sechs Jahre nach der Tat die Nachricht ein, dass der verlorene Sohn vorzeitig aus der Haft entlassen wird. Und Jeffs absolute Horrorvision tritt ein: Troy wird bei seiner Familie einziehen. Und genüsslich Da sie doch eine Familie sind und sie sich etwas auseinander gelebt haben, möchte er nun so nah wie möglich bei seiner lieben Familie sein.



Graham Gardner, Alexandra Ernst - Im Schatten der Wächter

Maskenbildner

Graham Gardner, Alexandra Ernst - Im Schatten der Wächter

Elliot war einer der Loser an seiner Schule. Hänseleien, Beleidigungen, hier und da ein „harmloser“ Knuff in die Rippen. Er lernte daraus. Versuchte, sich unsichtbar zu machen und glaubte, dadurch den Gemeinheiten entgehen zu können. Doch das Gegenteil war der Fall. Wie Hyänen das Aas rochen seine Peiniger seine Angst, seine Unfähigkeit, etwas gegen „sie“ zu unternehmen. Und eines Tages stellten sie ihn an einem absolut verlassenen Ort. Hier stand er nun, im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Rücken zur Wand und er wusste: Jetzt würde er sterben!



John Boyne - Der Junge im gestreiften Pyjama

Furor in Aus-Wisch

John Boyne - Der Junge im gestreiften Pyjama

Zwei neunjährige Jungen, Bruno und Schmuel, treffen sich und schließen Freundschaft. Dies wäre nicht weiter ungewöhnlich, wäre nicht Aus-Wisch der Ort, an dem Beide leben – jeder auf der anderen Seite eines durch Stacheldraht und Starkstrom gesicherten Käfigs: auf der einen Seite der Sohn einer Nazigröße, auf der anderen ein polnisches Kind jüdischer Abstammung. Doch es wird nicht nur die tragische Geschichte einer Freundschaft erzählt. Auch der Zerfall der vierköpfigen Familie, bestehend aus den Eltern sowie Bruno und seiner Schwester Gretel, ist Bestandteil der Geschehnisse. Als literarisches Mittel lehnt sich Boyne an die klassische Form des Märchens an. Ein „Belehrungsfaktor“ ist gegeben. In zwei Punkten weicht er allerdings vom Vorbild ab: Bruno macht nicht die gewohnte, zum glücklichen Ende führende Wandlung durch – und der Roman endet in einer Katastrophe.

Bei den Namen der beiden Kinder in John Boynes Jugendbuch „Der Junge im gestreiften Pyjama“, Bruno und Gretel, assoziiert man unwillkürlich die Figuren Hänsel und Gretel aus Grimms gleichnamigem Märchen.



Tonke Dragt - Die Türme des Februar

Im falschen Kalender

Tonke Dragt - Die Türme des Februar

Für viele Menschen ist die Vorstellung grauenhaft, eines Tages ohne Gedächtnis aufzuwachen und sich nicht mehr in der gewohnten Umwelt zu Recht zu finden. Doch genau dies geschieht einem Jungen. Nicht einmal mehr an seinen Namen kann er sich erinnern. Das einzige, das er zu wissen glaubt, ist, dass hier nicht seine Heimat ist. Er schaut sich um, sieht einen schönen Sandstrand, in der ferne ein Schiff auf dem Meer, Fußspuren, die an Land führen, in der Nähe zwei Türme. Zu allem Unglück ist auch noch seine Uhr stehen geblieben!
Woher kam er? Fiel er vom Himmel? Oder stammen die Fußspuren im Sand von ihm? Er kann sich nicht erinnern und beschließt, erst einmal zu den beiden Türmen zu wandern. Dort angekommen trifft er einen alten Mann. Dieser rät ihm, ein Tagebuch zu schreiben in der Hoffnung, so sein Gedächtnis wieder zu erlangen.



Carl Hiaasen - Fette Fische

Trauer marsch

Carl Hiaasen - Fette Fische

„Herzlichen Glückwunsch zum Vatertag“ ist der erste Satz, den Noah an diesem Tag an seinen Vater Paine richtet. Nichts Besonderes könnte man vielleicht denken. Doch für Vater und Sohn ist es dies, denn Noah besucht ihn im Gefängnis. Bevor dieser Besuch zustande kommt, muss sich Noah auch noch einer peinlichen Leibesvisitation unterziehen. Und das alles nur, weil sein Vater wieder einmal „Den Robin-Hood-des-Umweltschutzes“ spielen musste. So wie andere Briefmarken sammeln oder zu Footballspielen gehen, bringt sich Paine immer wieder selber in die Bredouille. Die Umwelt zu schützen und Umweltsünder anzuprangern ist ein lobenswertes Ziel. Nur neigt Paine zu den falschen Mitteln. Diesmal hat er kurzer Hand ein Casino-Schiff in Brand gesetzt. Der Besitzer, ein fieser Miesling namens Dusty Muleman, lässt nachts seine Abwässer ins Hafenbecken. Dies gefährdete die Fische und Schildkröten und führt dazu, dass der Badestrand ständig wegen zu hoher Schadstoffkonzentration im Wasser gesperrt wird. Etwas musste gegen diesen Strolch unternommen werden! Doch die Behörden drücken beide Augen zu und so kam Paine auf die Idee mit dem Streichholz.



Rene Goscinny - Der kleine Nick erlebt eine Überraschung.

Der kleine Prinz bekommt Konkurrenz

Rene Goscinny - Der kleine Nick erlebt eine Überraschung.

Nick heißt der Herausforderer und er hat gute Chancen auf den Titelgewinn. Doch worin liegt die Nasenlänge, die Nick vorne liegt. Die Erzählperspektive eines kleinen Jungen ist beiden gemeinsam. Aber Nick ist einfach unglaublich witzig. Und obwohl die Geschichten bereits fast 50 Jahre alt sind, haben sie nichts von ihrem Charme und ihrer Aktualität verloren.
Egal ob Nick einen Heulkrampf bekommt, weil Papa nicht seine Hausaufgaben machen will oder Nick Papa tadelt, weil der dann auch noch einen Fehler bei diesen gemacht hat, jede Pointe sitzt einfach. Und auch die vielfältigen Freunde und Feinde tragen reichlich zur Komik des Buches bei. Beispielsweise der ständig futternde Otto, der reiche Georg, der Nasenstüberverteilende Franz, der Klassenletzte Chlodwig oder der Streber Adalbert. Sie alle bevölkern Nicks Kosmos und sind immer für einen Witz gut.



Angie Sage - Septimus Heap

Stimmgewaltig - Stefan Kaminski - Der Mann der 1001 Stimmen

Angie Sage - Septimus Heap

Septimus Heap ist der siebte Sohn eines siebten Sohnes. Nach einer Legende soll alleine dieser Umstand ungeahnte magische Fähigkeiten verleihen. Doch tragischer Weise stirbt er schon am Tage seiner Geburt.
In derselben eisigen Winternacht entdeckt Septimus Vater Silas auf seinem Heimweg ein Findelkind. Er bringt das Mädchen zu seinem Haus und nimmt es wie selbstverständlich in seine Familie auf.
Erst ein halbes Jahr später erfahren sie zufällig die Identität Jennas: Es ist das Kind der ermordeten Königin.



Derek Landy - Skullduggery Pleasant

Der dünne Mann

Derek Landy - Skullduggery Pleasant

Gordon Edgley ist Schriftsteller, steinreich und Exzentriker – seine Familie bevorzugt hierfür einen etwas anderen Terminus. Denn er hat „die beunruhigende Angewohnheit, Leute zu beleidigen, ohne es zu wollen, und dann über ihre geschockte Reaktion zu lachen.“ Einzig seine Nichte Stephanie hat er ins Herz geschlossen; zwischen den beiden besteht eine unerklärliche Seelenverwandtschaft. Bestand ist eigentlich richtig, denn gerade, als Gordon den letzten Satz seines neuesten Buches zu Papier bringt, fällt er, zack-bumm, einfach tot um. Nach der spärlich besuchten Trauerfeier trifft sich die vor Geldgier geifernde Familie im Haus des Toten; um schon einmal den einen oder anderen wertvollen Gegenstand (wie zufällig), in der eigenen Tasche verschwinden zu lassen. Gewissensbisse hat keiner. Sind doch alle davon überzeugt, dass ihnen die Dinge sowieso gehören. Nur Stephanie streift traurig durch das leere Haus. Plötzlich steht ein tief vermummter, maskierter Mann vor ihr…




Jenny-Mai Nuyen - Nocturna

Du hast doch einen Schatten!

Jenny-Mai Nuyen - Nocturna

Apolonia Magdalena Spiegelgold ist ein verwöhnte Göre. Das ändert sich auch nicht, als ihre Mutter unter tragischen Umständen ums Leben kommt und ihr Vater im Wahnsinn versinkt. Sie ist nun auf Gedeih und Verderb der Mildtätigkeit ihrer ungeliebten Verwandtschaft ausgeliefert. Einziger Lichtblick in dieser Misere ist ihre Amme Trude – und Apolonias Fähigkeit, sich mit Tieren verständigen zu können.



Jutta Langreuter - Käptn Sharky und das Geheimnis der Schatzinsel

Ho-johe-joho – Piraten sind nun mal so

Jutta Langreuter - Käptn Sharky und das Geheimnis der Schatzinsel

Der sehr kleine Käpt’n Sharky, selbsternannter unbesiegter Schrecken der Meere, geht an einem heißen Sommertag auf große Fahrt. Und begegnet dem schlechtgelaunten, da gelangweilt auf seinem Boot sitzenden Jungen Michi. Er nimmt ihn als „Geisel“. Doch bald wird dieser von der Geisel zum Abenteuer-Reisegefährten, Helfer und gar Retter in der Not – kurzum zum echten Piraten-Freund.



Luc Besson - Arthur und die verbotene Stadt

Der getürkte Selbstmord

Luc Besson - Arthur und die verbotene Stadt

Arthur ist unsterblich - verliebt. Aber ausgerechnet in Prinzessin Selenia. Er – ein unwürdiger Bürgerlicher. Völlig illusorisch, sich Hoffnungen zu machen.
Auch für die kaltschnäuzige, eingebildete Selenia kommt eine solche Verbindung überhaupt nicht in Frage. Bisher hat sie jedem adligen Anwärter kalt lächelnd die Schulter gezeigt – und nun baggert sie dieser Bauerntölpel ständig an! Pfff. Das soll er sich mal ganz schnell von der Backe putzen.
Aber in ihrem Innern sieht es ganz anders aus. Da wünscht sie sich fast, nicht mit der Bürde der Königstochter belastest zu sein – frei zu sein. Ach wie wäre das herrlich! Wenn da nicht die Knochenarbeit auf den Feldern wäre, das miese Essen, kochen, putzen, backen. Igitt. Und nicht einen einzigen Diener, geschweige denn Zofen, Kammermädchen usw. Doch Arthur lässt nicht locker und wendet dann einen wirklich fiesen Trick an, damit Selenia sich endlich erklärt.



Libba Bray - Gemmas Visionen

Mesmerisierend

Libba Bray - Gemmas Visionen

Gemma ist stinksauer – statt eine Schule in London besuchen zu dürfen, steckt sie in Indien auf einer miesen kleinen „Schule für höhere Töchter“ fest. Ihre Mutter weigert sich vehement, sie in ihr Heimatland abreisen zu lassen. Dann geschieht eine Katastrophe, in deren Folge sie nach London muss: ihre Mutter wird ermordet – die offizielle Version lautet, sie sei an der Cholera gestorben.
In London angekommen, besucht sie die Spence-Akademie. Zuerst gilt sie hier als Außenseiterin und als willkommenes Ziel erniedrigender Scherze und Demütigungen. Doch als sie dann ein geheimnisvolles Tagebuch findet, verändert sich für sie alles.

„Der geheimnisvolle Zirkel“ spielt im viktorianischen England. Wer aber nun eine Neuauflage von „Anne auf Green Gables“ erwartet, wird enttäuscht; genauso wie umgekehrt diejenigen erleichtert aufatmen werden, die genau dies befürchteten.



Lena Kugler - Bo im wilden Land

Bleib mir bloß von den Eiern!

Lena Kugler - Bo im wilden Land

Bo ist zum heulen zumute. Ausgerechnet an dem Tag, als ihr Vater nach jahrelangem Büffeln endlich sein Heldendiplom erhält, wird in der Zeitung freudestrahlend verkündet: „Die Drachen sind endlich aus Katanien verschwunden!“ Von jetzt auf gleich ist der Beruf des Helden überflüssig geworden. Fast genauso schlimm ist es, dass ihre Mutter das letzte Geld der Familie für eine standesgemäße Rüstung ausgegeben hat - die jetzt keinen Pfifferling mehr wert ist. Traurig geht Bo ins Bett. Und wird nachts wach von einem merkwürdigen Geräusch. Plötzlich steht die Rüstung vor ihr und stellt sich als Sir Robert vom mitleidigen Blech vor – doch die Rüstung ist leer. Das Geheimnis der sprechenden, lebenden Rüstung lüftet sich übrigens erst viel später. Sir Robert braucht nicht viel Überzeugungskraft, um Bo dazu zu überreden, gemeinsam nach den Drachen zu suchen. Noch in der gleichen Nacht brechen sie auf.



Jenny-Mai Nuyen - Nijura

Origineller Anfang

Jenny-Mai Nuyen - Nijura

Der Anfang lässt das Herz des Phantasiefreundes höher schlagen, ist es doch ein ungewöhnlicher, an einen Film-Noir erinnernder. Die Femme fatale ist die 13-jährige Arane, in deren Netz sich der 16-jährige Scapa verfängt. Dieser ist der Anführer einer Räuberbande. Doch Arane strebt nach Höherem und der verliebte Scapa will ihr jeden Wunsch erfüllen. In einem Handstreich überfällt er Torron, den Don von Kesselstadt, dem Ort der Handlung. Der Coup gelingt – Scapa und Arane sind die neuen Herrscher der Unterwelt. Doch selbst das ist Arane nicht genug. Sie will neben dem Herrscher von Kesselstadt thronen. Sie schmiedet einen gefährlichen Plan und Scapa rät ihr davon ab. Doch sie hört nicht auf seine Warnungen, geht zur Audienz mit dem Herrscher und verschwindet spurlos.
Jahre später: Scapa hat sich in einen verbitterten, despotischen jungen Mann verwandelt, der den Verlust von Arane nie verwunden hat. Zur gleichen Zeit macht sich das Mischlingsmädchen Nill auf den Weg in die Hauptstadt, um dem König einen mächtigen magischen Gegenstand zu überbringen.




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