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Christine M. Reucher - Das Geheimnis von Monfort

Christine M. Reucher
Das Geheimnis von Monfort
... und einfach durch die Wand

Verlagshaus Mainz GmbH, 2005
Broschiert
209 Seiten

Lesealter: ueber 12



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(Fast) Allein unter Jungs

Christine M. Reucher - Das Geheimnis von Monfort

Die 15-jährige Géraldina Baumsteiger, genannt Gil, und ihre beste Freundin Larissa von Adlerhorst-y-Velásquez, genannt Lou, verbringen ihre Sommerferien gemeinsam in einem Feriencamp; gereizt hat die beiden, dass es als „Abenteuerferienlager“ angepriesen wurde. Genauso ungewöhnlich wie der Name ist die Wahl ihres Sommerdomizils. Es handelt sich um eine mittelalterliche Burg an der deutsch-französischen Grenze vor filmreifer Kulisse und mit adäquatem Interieur. Hier weht „ein leichter Durchzug mit einem Hauch von Abenteuer durch den dämmrigen Gang“ stellt Gil auf dem Weg zu ihrem Zimmer befriedigt fest. Doch einen kleinen Dämpfer erleidet Gil kurz nach ihrer Ankunft: Lou und sie sind die einzigen Mädchen, die sich angemeldet haben. Vielleicht hätte der Veranstalter nicht mit „Fitness“ und „Gesunder Ernährung“ werben sollen? Doch so schnell lässt sich Gil nicht die Laune verderben. Sie nimmt sich fest vor, sich nicht unterkriegen zu lassen. Die erste Gelegenheit dazu erhält sie gleich beim Mittagessen, als sie sich an einen Tisch setzt, die eine „Gang“ rund um den vorlauten Thomas Meier als ihr angestammtes Revier betrachtet. Doch Gils entwaffnender Humor entschärft fast sofort die Situation. Das erste gemeinsame Essen inkl. Ablästern über das eklig aussehende Vollkornessen schweißt sie zusammen. Schnell werden aus den vermeintlichen Kontrahenten dicke Freunde.

Ausgewogenes Szenario



Als Frau Reucher diesen Roman schrieb, war sie, genau wie ihre Protagonistin Gil, 15 Jahre alt. Doch die Autorin benötigt keinen Debut- oder Jungautorinnenbonus. Erstaunlich ausgewogen, lebensnah und leicht kommt ihre Geschichte daher. Die Figuren sind lebhaft, glaubwürdig und mit schnellen Strichen charakterisiert – schnell gewinnen diese Konturen, ohne dass jüngere Leser überfordert und ältere gelangweilt werden. Identifikationsmöglichkeiten für die Leser gibt es zuhauf: vielfältig sind die Charaktere und Eigenheiten, Altersgruppen, Hautfarben und Glaubensrichtungen der Kinder/Jugendlichen und spiegeln dadurch die heutige multikulturelle Gesellschaft wieder.

„Das Geheimnis von Monfort“ umfasst knapp 200 Seiten und gewinnt ständig an Fahrt. Bereits auf den ersten Seiten erfährt man, dass es verboten ist, die Kellerräume zu betreten – und vergisst es gleich wieder, weil gleichzeitig so viele andere interessante Dinge geschehen. Doch später wird auf dieses Detail zurückgegriffen: warum dürfen sie sich überall auf dem Gelände frei bewegen – nur nicht dort? Neugierig, wie Kinder nun mal sind, wollen sie unbedingt das Geheimnis ergründen.
Zur Auflockerung ist eine witzige, kleine Liebesgeschichte eingebaut, die jedoch so konzipiert ist, dass sie die Wirklichkeit Pubertierender perfekt wiederspiegelt und nicht nervt: unbeholfen-süss umwerben sich die beiden, jeder hofft darauf, dass der andere den ersten Schritt tut - halt wie im richtigen Leben.
Es ist jedoch nicht nur die Nähe zur Wirklichkeit, die diesen Roman auch schon für Kinder ungefähr ab dem 8. Lebensjahr so interessant macht. Erheblichen Anteil daran hat der flüssige Schreibstil und die Art der zu überstehenden Abenteuer.



Respekt, Respekt



Unterschwellig und unaufdringlich spürt der Leser den großen Respekt, den die Autorin ihren Figuren entgegenbringt. Dabei geht sie subtiler vor als so mancher erwachsener Schriftsteller, der in Klischees badet und mit erhobenem Zeigefinger durch die literarische Welt schreitet.
Doch ungeachtet aller literarischen Finessen nimmt sie in den Dialogen kein Blatt vor den Mund. Es ist halt ein großer Unterschied, ob man als Autor den Slang von 8 – 15-jährigen erfinden muss oder ob man ihn jeden Tag spricht und hört – aber keine Angst: immer bleibt Frau Reucher innerhalb eines gewissen Rahmens, der authentisch klingt, aber für alle Altersklassen ab 8 Jahren geeignet ist.
Das obligatorische „Gut gegen Böse“ darf natürlich auch nicht fehlen und kommt daher in Gestalt der schlagfertigen Gil und des schlagenden „Bösewichts“ Boss, einem streitsüchtiger Koloss. Naturgemäß kommt „Das Gute“ dabei besser weg. Hier setzt Christine Reucher insbesondere spritzige Dialoge ein, in denen Gil punktet und Boss einstecken muss. Die Antwort auf die Frage, ob Boss sich bis zum Ende des Romans „plattreden“ läßt, muss der Leser schon selber herausfinden.


Fazit: Spannend, einfühlsam und kurzweilig ist der Debütroman von Christine Reucher und für Freunde von „TKKG“, „Die drei Fragezeichen“ oder „Fünf Freunde“ eine unbedingte Empfehlung. Obwohl die Altersempfehlung des Verlages „Ab 12 Jahren“ lautet, ist diese unserer Meinung nach zu hoch gegriffen. Zum Vorlesen eignet sich dieses Buch durchaus für Kinder ab Ende des 3.,  Anfang des 4. Schuljahres – der Roman ist spannend, spart aber die heute so beliebten Albtraum fördernden, und im Übrigen, weitestgehend unnötigen, Gruselstellen aus.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Vierzehn Tage elternfrei! So spannend, so verrückt und romantisch hat sich Gil ihre Sommerferien nicht vorgestellt: Auf Burg Monfort, irgendwo an der französischen Grenze, treffen sie und ihre Freundin Lou auf dreißig ziemlich irre Jungs. Doch das erweist sich als gar nicht so übel... Abenteuertouren sorgen für Superstimmung, aber die gnadenlosen Bio-Kochkünste der Herbergsmutter nerven extrem. Als schließlich eine unglaubliche Entdeckung den Überlebensspaß jenseits von Körnern und Keimlingen garantiert, stecken Gil und die anderen schon mittendrin in einem atemberaubenden Kriminalfall.


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